Lernen gelingt besonders gut, wenn Schülerinnen und Schüler Interesse entwickeln, sich als kompetent erleben und Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen. Lehrkräfte können selbstbestimmtes Lernen fördern, indem sie Orientierung geben, passende Freiräume eröffnen und Lernende dabei begleiten, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Die Veranstaltung vermittelt wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Entstehung von Motivation. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Impulse, um Autonomie, Kompetenzerleben und soziale Eingebundenheit im Unterricht gezielt zu stärken.
Wie sich selbstbestimmtes Lernen fördern lässt
Motivation entwickelt sich im Zusammenspiel persönlicher Interessen, individueller Ziele und der Gestaltung der Lernumgebung. Einen zentralen Orientierungsrahmen bietet die Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan. Sie beschreibt drei psychologische Grundbedürfnisse, die motiviertes Lernen unterstützen:
- Autonomie: Lernende erleben Wahlmöglichkeiten und können ihren Lernprozess aktiv mitgestalten.
- Kompetenz: Sie erkennen ihre Fortschritte und erfahren, dass sie Herausforderungen erfolgreich bewältigen können.
- Soziale Eingebundenheit: Sie fühlen sich angenommen, unterstützt und als Teil einer Lerngemeinschaft.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen:
- Wie entsteht selbstbestimmte Motivation?
- Welche Bedeutung haben Autonomie, Kompetenzerleben und soziale Eingebundenheit?
- Wie können Wahlmöglichkeiten lernwirksam gestaltet werden?
- Wie fördern Aufgaben, Rückmeldungen und Zielsetzungen das Kompetenzerleben?
- Wie lässt sich Verantwortung schrittweise auf die Lernenden übertragen?
- Welche Rolle spielen Beziehungen und eine unterstützende Lernatmosphäre?
Praxisbeispiele und Reflexionsimpulse unterstützen die Teilnehmenden dabei, motivierende Elemente in der eigenen Unterrichtsgestaltung zu erkennen und weiterzuentwickeln.
Das nehmen die Teilnehmenden mit
Die Teilnehmenden …
- entwickeln ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis von Lernmotivation,
- lernen die zentralen Prinzipien der Selbstbestimmungstheorie kennen,
- reflektieren die motivationale Wirkung ihrer Unterrichtsgestaltung,
- erhalten konkrete Anregungen zur Förderung von Autonomie und Kompetenzerleben,
- erkennen die Bedeutung tragfähiger Beziehungen für motiviertes Lernen,
- entwickeln erste Ideen für den Transfer in ihre pädagogische Praxis.
Mögliche Formate
- Impulsvortrag (60 bis 90 Minuten): Ein anschaulicher Einstieg in die Grundlagen selbstbestimmter Motivation. Praxisbeispiele und kurze Reflexionsimpulse zeigen, wie motivierende Lernbedingungen im Unterricht gestaltet werden können.
- Workshop (180 Minuten): Der Workshop verbindet wissenschaftliche Impulse mit konkreter Unterrichtsentwicklung. Die Teilnehmenden analysieren Lernaufgaben und typische Unterrichtssituationen und entwickeln Möglichkeiten, Autonomie, Kompetenzerleben und soziale Eingebundenheit gezielt zu fördern.
- Fortbildung (1 Tag): Die Tagesfortbildung bietet Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Motivation, Unterrichtsgestaltung und pädagogischer Beziehung. Übungen, Fallbeispiele und kollegialer Austausch unterstützen die Entwicklung konkreter Konzepte für den eigenen Unterricht.
Zielgruppen und Anpassung
Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schulleitungen, multiprofessionelle Teams sowie Studierende und Lehrende in der Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte.
Inhalte, Beispiele und Übungen werden an Schulform, Altersgruppe und Zielsetzung der Veranstaltung angepasst. Mögliche Schwerpunkte sind motivierende Aufgabengestaltung, Wahlmöglichkeiten, Feedback, Zielsetzung, selbstreguliertes Lernen oder der Aufbau einer unterstützenden Lernkultur.
Sie planen eine Veranstaltung zum Thema Lernmotivation?
Gerne bespreche ich mit Ihnen, welches Format und welche Schwerpunkte zu Ihrer Schule, Ihrem Kollegium oder Ihrer Bildungseinrichtung passen.