Kinder und Jugendliche entwickeln sich besonders gut, wenn sie erleben, dass ihr eigenes Handeln einen Unterschied macht. Pädagogische Fachkräfte können die Selbstwirksamkeit bei Kindern stärken, indem sie passende Herausforderungen, sichtbare Fortschritte und zunehmend eigenständiges Handeln ermöglichen. So wachsen Zuversicht, Ausdauer und die Bereitschaft, Verantwortung für den eigenen Lern- und Entwicklungsprozess zu übernehmen.
Das von dem kanadischen Psychologen Albert Bandura geprägte Konzept der Selbstwirksamkeit erklärt, wie das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit entsteht und das Handeln beeinflusst. Die Veranstaltung vermittelt wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und zeigt praxisnah, wie pädagogische Fachkräfte stärkende Erfahrungen im schulischen und pädagogischen Alltag gezielt gestalten können.
Wie sich Selbstwirksamkeit bei Kindern stärken lässt
Selbstwirksamkeit beschreibt die Überzeugung, herausfordernde Situationen aus eigener Kraft bewältigen und gewünschte Ziele erreichen zu können. Sie beeinflusst, welche Aufgaben Kinder und Jugendliche sich zutrauen, wie ausdauernd sie handeln und wie sie mit Schwierigkeiten umgehen.
Besonders bedeutsam sind Erfahrungen, bei denen junge Menschen Fortschritte wahrnehmen, passende Vorbilder erleben, ermutigendes Feedback erhalten und körperliche oder emotionale Reaktionen zuversichtlich einordnen.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen:
- Wie entsteht Selbstwirksamkeit?
- Welche Erfahrungen stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten?
- Wie lassen sich Aufgaben so gestalten, dass Fortschritte erkennbar werden?
- Welche Bedeutung haben Vorbilder und gemeinsames Lernen?
- Wie wirkt ermutigendes und konkretes Feedback?
- Wie können Kinder und Jugendliche Herausforderungen zunehmend selbstständig bewältigen?
- Wie lassen sich Erfolgserfahrungen im Schul- und pädagogischen Alltag gezielt ermöglichen?
Praxisbeispiele und Reflexionsimpulse unterstützen die Teilnehmenden dabei, ihre pädagogische Arbeit aus der Perspektive der Selbstwirksamkeit zu betrachten und passende Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Das nehmen die Teilnehmenden mit
Die Teilnehmenden …
- entwickeln ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis von Selbstwirksamkeit,
- lernen zentrale Quellen der Selbstwirksamkeitsüberzeugung kennen,
- reflektieren die Wirkung von Aufgaben, Rückmeldungen und Vorbildern,
- erhalten konkrete Anregungen zur Gestaltung von Erfolgserfahrungen,
- entwickeln Ideen zur schrittweisen Übertragung von Verantwortung,
- planen erste Schritte für den Transfer in ihre pädagogische Praxis.
Mögliche Formate
- Impulsvortrag (60 bis 90 Minuten): Ein anschaulicher Einstieg in die Grundlagen der Selbstwirksamkeit. Praxisbeispiele und kurze Reflexionsimpulse zeigen, wie Kinder und Jugendliche Vertrauen in ihre eigene Handlungsfähigkeit entwickeln können.
- Workshop (180 Minuten): Der Workshop verbindet wissenschaftliche Impulse mit praktischer Anwendung. Die Teilnehmenden analysieren typische pädagogische Situationen und entwickeln konkrete Möglichkeiten, Erfolgserfahrungen, ermutigendes Feedback und selbstständiges Handeln gezielt zu fördern.
- Fortbildung (1 Tag): Die Tagesfortbildung bietet Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Quellen der Selbstwirksamkeit. Übungen, Fallbeispiele und kollegialer Austausch unterstützen die Entwicklung konkreter Ansätze für Unterricht, Beratung und pädagogische Begleitung.
Zielgruppen und Anpassung
Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schulsozialarbeit, Erzieherinnen und Erzieher, multiprofessionelle Teams sowie Studierende und Lehrende in der Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte.
Inhalte, Beispiele und Übungen werden an Altersgruppe, Schulform und Arbeitsfeld angepasst. Mögliche Schwerpunkte sind Lernprozesse, Umgang mit Herausforderungen, Übergänge, individuelle Förderung, Inklusion oder die Begleitung persönlicher Entwicklungsziele.
Sie möchten die Selbstwirksamkeit von Kindern und Jugendlichen stärken?
Gerne bespreche ich mit Ihnen, welches Format und welche Schwerpunkte zu Ihrer Zielgruppe und Ihrem pädagogischen Kontext passen.